Wieder einmal bekam ich ein Buch gezeigt, das eine Familienchronik darstellte. Die Besitzerin präsentierte es stolz. Es war offensichtlich, dass sie viel Zeit investiert hatte beim Zusammentragen von Bildern. Auch die Geschichten hatte sie aufwendig recherchiert.
Nur: das Ganze wirkte unscheinbar, in Text und Gestaltung gar handgestrickt. Schade für den Aufwand. Jedes Buch, das heute für die Nachwelt, für die Kinder, die Enkelkinder, Freunde und entfernt Verwandte aufbereitet wird, sollte eine doppelte Botschaft mitgeben.
Die eine Aussage sollte diese sein: «Hallo ich bin ein Buch. Bei meiner Entstehung gehörte ich zu den Schöneren. Meinen Autoren und Herausgebern bedeutete es etwas, ein schönes Buch an die Nachwelt weiterzugeben.»

Zu nah dran, ist manchmal zu grob
Die zweite Aussage müsste lauten: «Ihr Nachgeborenen, seid Euch bewusst, dass es zu jeder Zeit darauf ankommt, das Beste zu geben.»
Szenenwechsel: Bei einem kürzlichen Besuch im Beyeler-Museum in Riehen machte ich zwei Fotos durch ein mit einem Netzvorhang bedecktes Fenster. Das Erstaunliche dabei: je näher ich dran war, desto gröber wurde das Bild. In der richtigen Distanz entstand eine zauberhaft reizvolle Aufnahme.

Eine Winterstimmung mit besonderem Reiz – und mit mehr Abstand fotografiert
Ähnlich kommt es mir vor, wenn ein Herausgeber, Autor oder Gestalter eines Buches allzu nah dran ist. Es wird merkwürdigerweise zu grob. Das gilt für eine Familienchronik genauso wie für ein Porträt oder die Aufbereitung einer Sammlung in Buchform.
Es lohnt sich, sich beraten zu lassen: in der Konzeption, in der Aufbereitung der Texte und in der Gestaltung des Layouts und des gesamten Buches. Das Schöne dabei ist, es macht auch für den Auftraggeber mehr Freude. Und zwar schon im Entstehungsprozess. Beispiele dazu finden Sie unter > http://www.edizio.com/st-charles-hall.html oder auch unter > http://www.edizio.com/biografie-ps.html.

Zum Beispiel eine Kunstsammlung aufbereiten. Gemälde-Ausschnitt des indischen Künstlers Javed Mulani
Ob es nun eine Biografie ist, ein Jubiläumsbuch, die Präsentation einer Kunst-Sammlung oder auch das Resultat eines besonderen Hobbys: es bleibt das gleiche. Wenn es nur für das eigene Ego ist, dann ist es gut, wenn es dem Herausgeber gefällt. Wenn es aber auch für die Nachwelt Bestand haben soll, dann sind ein paar Stunden Mehraufwand bestimmt sinnvoll investiert.

